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Last-modified: 2001-04-29
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Erläuterungen zur Einrichtung neuer Gruppen in der »de-Hierarchie«
Von Thomas Roessler. Nach einem Entwurf von Dirk Nimmich
$Revision: 1.33 $
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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Adressatenkreis
1.2 Was ist ein RfD?
2. Vor dem RfD
3. Formulierung eines RfD
3.1 Aufbau
3.2 Wahl des Gruppennamens
3.3 Die Kurzbeschreibung
3.4 Der Status
3.5 Die Charta
3.6 Die Begründung
3.7 Muster
3.7.1 RfD für eine unmoderierte Gruppe
3.7.2 RfD für eine moderierte Gruppe
3.7.3 Der RfD-Generator
4. Einsenden des RfD an die Moderation
5. Nach der Veröffentlichung
6. Die Abstimmung
6.1 Inhalt eines CfV
6.2 Ein Muster-CfV
6.3 Technische Voraussetzungen für die Durchführung
6.4 Unabhängige Wahlleiter
7. Schlußbemerkungen
7.1 Literatur
7.2 Glossar
7.3 Die Mentoren
7.4 Danksagungen
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1. Einleitung
1.1. Adressatenkreis
Dieser Text richtet sich an diejenigen, die eine Newsgroup in der »de-
Hierarchie« einrichten wollen. Er versucht, einen Teil der gerade für
»Neulinge« häufig frustrierenden Standardargumentation in
de.admin.news.groups vorwegzunehmen und die in dem Posting
»Einrichtung von Usenet-Gruppen in "de.*"« (Archive-Name: de-
newusers/einrichtung) niedergelegten Richtlinien zur Einrichtung neuer
Gruppen zu erläutern.
Jedem Unerfahrenen, der eine Wahl in der »de-Hierarchie« durchführen
will, sei empfohlen, sich vorher mit einer möglichst weit gediehenen
Beschreibung seines Vorschlags an <mento...@dana.de> zu richten. Unter
dieser Adresse ist eine Gruppe von Freiwilligen zu erreichen, die
bereit sind, den Proponenten bei der Abfassung des endgültigen RfDs zu
beraten und während des weiteren Procederes zu begleiten.
Natürlich gibt es keinerlei Zwang, auf dieses Angebot einzugehen; es
handelt sich lediglich um eine Möglichkeit, sich Anregungen und
Anmerkungen zu seinem Vorschlag einzuholen, bevor man sich damit an
die Öffentlichkeit wendet.
Dieser Text bezieht sich nicht auf die Einrichtung von Gruppen in der
Unterhierarchie de.alt: Dort wird eine Gruppe in de.alt.admin
vorgeschlagen. Ergab die dortige Diskussion keinen gar zu heftigen
Gegenwind, wird die Gruppe eingerichtet.
1.2. Was ist ein RfD?
Ein RfD (kurz für »Request for Discussion«) ist der formale Aufruf zur
Diskussion, der am Anfang jedes Verfahrens zur Einrichtung,
Umbenennung etc. einer Gruppe in der »de-Hierarchie« steht. Er wird
in de.admin.news.announce veröffentlicht und dient als Grundlage der
nachfolgenden Diskussion in de.admin.news.groups, während der er auf
inhaltliche Qualität und Akzeptanz abgeklopft und verfeinert wird. Am
Ende dieser Diskussion steht üblicherweise der Aufruf zu einer
Abstimmung (»Call for Votes« oder kurz »CfV« genannt), in der die
Akzeptanz des Vorschlags festgestellt wird.
Vom Ausgang dieser Abstimmung hängt die Annahme des Vorschlags ab.
Nach den Regeln bedarf es zur Annahme einer Gruppe einer
Zweidrittelmehrheit. Die aktuellen Wahlregeln werden regelmäßig u. a.
in de.admin.infos unter dem Subject »Einrichtung von Usenet-Gruppen in
"de.*"« gepostet.
2. Vor dem RfD
Bevor man mit der Arbeit an einem RfD beginnt, sollte man sich selbst
immer die Frage stellen, ob die gewünschte Änderung wirklich benötigt
wird; bei der Neueinrichtung einer Gruppe sollte man insbesondere auf
die folgenden Punkte achten:
1. Existiert bereits eine deutschsprachige Gruppe zum Thema? Es ist
nicht sinnvoll, eine zweite Gruppe zur Diskussion ein und desselben
Themas einzurichten; ein entsprechender Vorschlag würde
zwangsläufig scheitern. Existiert andererseits eine Gruppe, in der
das gewünschte Thema diskutiert wird, ist diese Gruppe aber
überfüllt, so ist es unter Umständen sinnvoll, diese Gruppe in
mehrere Gruppen aufzuspalten.
2. Besteht im Netz Interesse am Thema? Öffentliche Selbstgespräche
sind auf Dauer ermüdend. Im eigenen Interesse sollte man zunächst
versuchen festzustellen, ob das gewünschte Thema überhaupt im Netz
diskutiert wird. Gibt es in verschiedenen Gruppen wiederkehrende
Diskussionen, die sich auf das gewünschte Thema beziehen? Gibt es
Mailinglisten, die sich mit dem Thema auseinandersetzen?
3. Existiert schon ein Vorschlag? Es ist wenig sinnvoll, eine weitere
Diskussion zu beginnen, wenn die Einrichtung einer Gruppe zum
gewünschten Thema bereits im Gespräch ist. Anstatt einen formellen
Vorschlag einzureichen, sollte man sich in de.admin.news.groups
aktiv an der laufenden Diskussion beteiligen. In der Gruppe
de.admin.news.announce wird regelmäßig der Status der laufenden
Verfahren veröffentlicht.
4. Gab es kürzlich einen ähnlichen Vorschlag? Viele regelmäßige Leser
von de.admin.news.groups reagieren mit Unwillen, wenn Vorschläge,
über die gerade erst in epischer Breite diskutiert und abgestimmt
wurde, wieder vorgebracht werden. Es wird allgemein empfohlen, vor
der Wiedervorlage eines abgelehnten Vorschlages eine Denkpause von
mindestens sechs Monaten einzulegen.
Ist man nach der Überprüfung dieser Punkte der Ansicht, daß eine neue
Gruppe im allgemeinen Interesse liegt, sollte man sich nach
Verbündeten umsehen: Es schadet nicht, wenn ein Vorschlag während der
Diskussion von einer ganzen Reihe von Leuten, die an dem
vorgeschlagenen Thema Interesse haben und später in der Gruppe posten
würden, unterstützt wird.
3. Formulierung eines RfD
3.1. Aufbau
Ein RfD für die Neueinrichtung einer Gruppe besteht aus einem
Namensvorschlag für die Gruppe, dem Status der Gruppe (moderiert oder
unmoderiert), einer zugehörigen Kurzbeschreibung und einer Charta.
Als Grundlage für die Diskussion sollte ferner der Hintergrund des
Vorschlags erläutert werden. In dieser Erläuterung sollte man
insbesondere auf die oben genannten Punkte eingehen; andernfalls muß
man damit rechnen, daß sie als »Standardfragen« in der Diskussion
wieder auftauchen.
Ein RfD sollte üblicherweise nur einen einzelnen Gruppenvorschlag
behandeln - es verwirrt nur, wenn eine Gruppe über das
Fortpflanzungsverhalten der Pflastersteine unter Berücksichtigung des
besonderen Einflusses des Sonnenlichts im gleichen Thread diskutiert
wird wie eine Gruppe, die dem Diskurs über die gesellschaftlichen
Auswirkungen des Fernsehens dient. Eine Ausnahme von dieser Regel
stellt die schon oben angesprochene Aufspaltung von Gruppen dar: Hier
sollte man Sammel-RfDs und -CfVs veranstalten. Eine Sammelabstimmung
ist so zu verfassen, daß jede Entscheidung auch einzeln zur Abstimmung
kommen könnte. Eine Ausnahme gibt es bei der Aufteilung einer Gruppe:
Die Umbenennung einer Gruppe in Gruppe.misc bei Annahme mindestens
einer Untergruppe kann automatisch erfolgen.
3.2. Wahl des Gruppennamens
Der Name besteht aus mehreren durch Punkte getrennten Segmenten. Die
einzelnen Segmente dürfen nicht länger als 30 Zeichen werden und
müssen mindestens je einen Buchstaben enthalten. Zu beachten ist
dabei, daß sich unterschiedliche Segmentnamen auf gleicher Ebene
schon vor dem 15. Zeichen unterscheiden müssen. Erlaubte Zeichen
innerhalb eines Segments sind die Kleinbuchstaben (a-z), die
arabischen Ziffern (0-9) sowie das Plus- (+) und das Minus-Zeichen
(-).
Der Name sollte so aussagekräftig wie möglich sein und sich dabei in
die bestehende Namenshierarchie einpassen:
de.alt
ist eine Unterhierarchie, in der eigene Regeln gelten. Die
Einrichtung von Gruppen in dieser Unterhierarchie wird hier
nicht behandelt.
de.admin
beschäftigt sich mit der administrativen Seite des Usenet, also
im wesentlichen mit dem Mail- und Newsaustausch im Netz und der
Fortentwicklung der de-Newsgroups.
de.comm
dient der Diskussion über Kommunikation und
Kommunikationstechnik. Diese Unterhierarchie hat eine noch
weiter differenzierte Struktur: de.comm.anbieter.* ist Themen
rund um Sprachtelekommunikationsanbietern zugedacht, während
de.comm.provider.* die Anbieter von Internet und
Internetdiensten meint; de.comm.geraete.* dient der Diskussion
über die zur Kommunikation benötigten Geräte, de.comm.technik.*
der über die dahinterliegende Technik; de.comm.infosystems.*
behandelt Informationssysteme wie das World Wide Web (WWW),
WAIS oder Hyper-G; de.comm.internet.* ist mit einigen Aspekten
des Internets befaßt; de.comm.protocols.* beschäftigt sich mit
Kommunikationsprotokollen und de.comm.software.* mit
Kommunikationssoftware.
de.comp
dreht sich um Computer und alles, was damit zu tun hat. Auch
diese Unterhierarchie ist weitergehend gegliedert: In
de.comp.os.* wird über Betriebssysteme gesprochen, Hardware
diskutiert man in de.comp.sys.* (Komplettsysteme) bzw.
de.comp.hardware.* (Einzelteile), und Programmiersprachen als
solche werden in de.comp.lang.* debattiert. Daneben gibt es
noch de.comp.datenbanken.* für Datenbankmanagementsysteme,
de.comp.office-pakete.* für integrierte Büroanwendungen und
de.comp.text.* zum Diskutieren über Textformate und
Texterzeuger.
de.markt
ist der Kleinanzeigenbereich des deutschsprachigen Usenet: Hier
werden nicht-kommerzielle Angebote und Gesuche
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